taschenbuch - 184 seiten (1996)
casell verlag
isbn 0-304-33394-8
(english)
autobiografie, transmann (fzm)
Her perplexed parents saw their daughter as a very awkward adolescent. Brenda Rees hated being "akward", and hated even more her female role and body. No one seemed to understand that "she" was really a "he". Young Brenda saw no hope of relieving this conflict; her apparently unique condition condemned her to isolation, verbal abuse and misunderstanding. She spent five useless months in a psychiatric hospital. But at the age of twenty-seven, Brenda discovered the existence of transsexualism. She was not alone, and it appeared that help was at hand.
Dear Sir or Madam tells of Brenda´s struggle through adolescence and into adulthood - her search for understanding, the long and tortuous process of becoming Mark, his legal battles and his media exposure. In becoming himself, Mark was enabled to live a richer and fuller life than he could ever have done as Brenda. The book is an account of how it is possible for a known transsexual to be accepted by society. In 1994 Mark was elected as a Borough Councillor by the people amongst whom he has lived all his life.
Das Buch ist die Autobiografie eines englischen Frau-zu-Mann-Transsexuellen Jahrgang 1942. Es ist nur in englischer Sprache erhältlich und über Internet bestellbar.
Zum Inhalt:
Der Autor stellte schon in früher Kindheit eine männliche Identität bei sich fest und verhielt sich entsprechend - jedenfalls in gewissen Grenzen. Obwohl er an seinem Zustand und an den sozialen Folgen, die jeder Betroffene kennt, litt, fehlte es ihm etliche Jahre an Mut, sich zu outen und konsequent seinen Weg zu gehen. Er hatte Angst vor eventuellen Abwehr- oder gar Verstoßungsreaktionen seiner Mutter und seiner Nachbarn. Andererseits galt er durch sein männliches Gehabe bei seinen Mitmenschen bereits als "nicht normal", was er selbst als "Verrücktheit" überbewertete. Ständig hin- und hergerissen zwischen dem Drang, seine Männlichkeit auszuleben und dem Wunsch, "normal" zu sein und seine Männlichkeit hinter einer weiblichen Fassade zu verstecken, brachte er die Schule hinter sich, war ein paar Monate in der Psychiatrie, begann verschiedenste Berufsausbildungen und brach sie wieder ab (unter anderem in einem typisch weiblichen Beruf, wo er Uniform mit Rock tragen mußte). Erst im Alter von um die 30 Jahre unternahm er erste Schritte in Richtung Geschlechtsangleichung. Der Erfolg bestätigte seine Bemühungen, und die Reaktion der meisten seiner Mitmenschen, vor allem seiner Mutter, war deutlich besser als erwartet. Zwar hatte er durch sein langes Zögern die Möglichkeit zu einer vernünftiger beruflichen Karriere vermasselt, aber immerhin fühlte er sich jetzt, wo er er selbst sein konnte, glücklich und deutlich selbstbewußter als früher. Er versuchte sogar, beim internationalen Gerichtshof gegen das englische Rechtswesen zu klagen, das Transsexuellen zwar die Namensänderung, nicht aber die Änderung der Geschlechtsbezeichnung erlaubte und damit berufliche und sozialverwaltungstechnische Schwierigkeiten vorprogrammierte. Leider hatte er damit keinen Erfolg.
Das Buch ist nicht so einfach zu lesen wie durchschnittliche andere englische Bücher, weil viele umgangssprachliche Wörter verwendet werden, die man im Englischunterricht in der Regel nicht lernt und die zum Teil auch nicht im Wörterbuch stehen. Für deutsche Betroffene hat es keinen praktischen ratgeberischen Wert, aber es kann für Leute, die die Zustände in England kennenlernen wollen, interessant sein. Wobei noch erwähnt werden sollte, daß sich dort inzwischen die psychologischen und medizinischen Behandlungsmöglichkeiten durch Einrichtung mindestens einer interdisziplinären Spezialabteilung verbessert haben.
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letzte änderung: 22.01.2007