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literatur über partnerschaft und familie  -  autobiografie, tagebuch

gerda farina:
mit der kraft einer löwin. transsexualismus. der weg von frau zu mann.

Gerda Farina: Mit der Kraft einer Löwin. Transsexualismus. Der Weg von Frau zu Mann. taschenbuch - 210 seiten (2007)
verlag edition nove;
isbn 3852511550

erzählung, sachbuch
autobiografie, tagebuch

 

 

inhalt

Klappentext

Die Geschichte ist ein Erfahrungsbericht von einem transsexuellen Mädchen, welches von ihrer Mutter auf allen Etappen bis zu ihrem Ziel begleitet wird. Beschrieben wird der schwere Weg, sich bei Familie, Freunden und Arbeitskollegen zu outen bis hin zu den geschlechtsanpassenden Operationen, um endlich ein Leben als Mann führen zu können.

Aus der Sicht einer Mutter wird geschildert, wie jeder einzelne Schritt gemeinsam überlegt, vorbereitet und durchgeführt wurde. Es werden die Erfahrungen mit anderen Transsexuellen erzählt, die sehr oft von allen allein gelassen wurden, obwohl eine Begleitung bei dieser Krankheit sehr wichtig wäre. Wie unumgänglich die Unterstützung ist, wird anhand der Operationen geschildert. Viele von uns wissen, dass es diese Krankheit gibt, aber niemand setzt sich damit auseinander, dass es jeden von uns, egal ob in der Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz betreffen könnte. Hoffentlich ist unsere Geschichte eine eventuelle Unterstützung für viele Betroffene und überzeugt vielleicht auch einige Zweifelnde.


 

kommentar

Henrik, München

Der Klappentext und etliche Passagen auch im Buch würde ich am liebsten umschreiben. Hat diese Mutter die ganze Zeit über nicht mitbekommen, dass Trans* keine Krankheit ist, sondern nur Krankheitswert hat? Dass es tatsächlich Unterstützung und Hilfe gibt, man muss nur darum bitten (zum Beispiel den TransMann e.V., aber auch in zahlreichen anderen Selbsthilfegruppen)? Dass es zwar wenige Ärzte gibt, aber man sicher nicht sich gleich beim erstbesten unters Messer legen sollte? ...

Das Buch ist sicherlich hilfreich für Angehörige von Transmännern, einfach um das weitgehende Fehlen von Kontaktmöglichkeiten oder Selbsthilfegruppen für Angehörige von Trans*-Menschen aufzufangen. Insofern kann ich aus nächster Erfahrung (meine Mutter) nur sagen: Ja, lesenswert! 

Lesenswert ist es aber nicht nur für Angehörige, sondern bitte auch für Transmänner selbst: Lest es Euch mal in Ruhe durch, ihr könnt nur daraus lernen! Zum einen ist bei dem beschriebenen Transmann einiges schief gelaufen, zum Teil aus eigenem Verschulden (wer sich vorher nicht ausreichend informiert...), zum Teil war's wirklich Pech. Zum anderen sollte sich jeder Transmann mal in die Gefühlslage seiner nächsten Angehörigen reinfühlen, einfach um mal wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen, und vor allem nicht alles egoistisch zu sehen.

Man sollte das Buch aber nicht immer für bare Münze halten, und eine gesunde Distanz zum Erzählten sich bewahren. Der im Buch gott-gleich dargestellte Dr. Schaff (München) ist zwar derzeit sehr gut, aber es gibt auch andere Ärzte, und auch Dr. Schaff geht mal was schief, das liegt in der Natur des Menschlichen. Auch sollte man sich immer vor Augen halten: Sowohl der beschriebene Transmann als auch seine Mutter sind Menschen, machen also ihre Fehler und Fehleinschätzungen. Das, was da erzählt wird, ist definitv kein 1a-Muster für einen gelungenen Transweg.


 

erklärungen

impressum


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feedback

letzte änderung:09.04.2010